A K T U E L L E S

Anspruch auf Aufenthaltserlaubnis eines ausländischen Vaters eines deutschen Kindes, auch wenn diese mehr als 400 km getrennt voneinander wohnen

Einem ausländischen Vater eines deutschen Kindes ist auch dann eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn zwischen Wohnort des Vaters und dem Wohnort des Kindes eine Entfernung von mehr als 400 km liegt. Im vorliegenden Fall hatte die zuständige Ausländerbehörde Zweifel an der Ausübung der elterlichen Personensorge und nahm die erteilte Aufenthaltserlaubnis für die Vergangenheit zurück. Die dagegen erhobene Klage hatte Erfolg. Im Verfahren wurde nachgewiesen, dass der ausländische Vater nicht nur regelmäßig monatlichen Kindesunterhalt zahlt, sondern auch zweimal wöchentlich mit seiner Tochter telefonischen Kontakt hatte und darüber hinaus das Mädchen (auch wenn nur einmal im Jahr) in den Ferien für eine Woche bei ihrem Vater ist. Danach bestand für das Verwaltungsgericht eine sozial-familiäre Vater-Kind-Beziehung und nicht nur eine lose Begegnungsgemeinschaft
(VG Halle, Urteil vom 29.08.2011).

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