Unsere Preise

Die Vergütung für die Tätigkeit der Rechtsanwälte für ihre Mandanten ist gesetzlich geregelt. Seit 01.07.2004 gilt das RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz). Dieses Gesetz hat die 130 Jahre alte BRAGO (Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung) abgelöst. Das RVG sieht für die meisten zivilrechtlichen Sachen, also auch Arbeitsrechtsfälle, Erbrechtsfälle, Familienrechtsangelegenheiten eine vom Streitwert abhängige Vergütung nach der Tabelle vor. Dort ist geregelt, dass bestimmte Tätigkeitsarten (außergerichtlich beispielsweise Gespräche mit dem Mandanten, Abfassen von Briefen oder auch Verträgen, Besprechungen mit der Gegenseite oder Sachverständigen) durch die so genannte Geschäftsgebühr abgegolten wird. Die Höhe der Geschäftsgebühr richtet sich nach einem gewissen Aufwand und dem zugrunde liegenden Streitwert/Geschäftswert.
Wir möchten unsere Mandanten darauf hinweisen, dass

  • auch für eine Rechtsberatung Gebühren anfallen
  • für eine Beratung – Beratungshilfe beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden kann, sofern die wirtschaftlichen Verhältnisse dies rechtfertigen, man jedoch einen Eigenanteil in Höhe von 10,00 € zu leisten hat und der Rechtsanwalt nicht verpflichtet ist, die Beratungshilfe zu beantragen, sondern man dies selbst beim Amtsgericht vornehmen kann,
  • die Beratungshilfe dann lediglich den außergerichtlichen Tätigkeitsbereich des Rechtsanwaltes abdeckt und für ein gerichtliches Verfahren ggf. Prozesskostenhilfe beantragt werden muss,
  • für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe durch das Gericht zwei Voraussetzungen erfüllt sein müssen zum Einen, dass ihre wirtschaftlichen Verhältnisse die Gewährung von Prozesskostenhilfe rechtfertigen, zum Anderen, dass eine Erfolgsaussicht in der Sache besteht,
  • für jede gesonderte Streitigkeit/Problematik (z.B. Ehesachen, Sorgerecht, Hausratsangelegenheiten) auch gesonderte Gebühren anfallen. Bei Bewilligung von Prozesskostenhilfe in einem gerichtlichen Verfahren nicht automatisch auch sämtliche Folgesachen bzw. andere Rechtsprobleme und Streitigkeiten von der Prozesskostenhilfe abgedeckt sind,
  • selbst bei Bewilligung von Prozesskostenhilfe durch das Gericht im Falle des Unterliegen im Rechtsstreits die Kosten und Gebühren der Gegenseite von Ihnen zu tragen sind und nicht von der Prozesskostenhilfe abgedeckt sind,
  • die Anwaltsgebühren sich grundsätzlich nicht nach Stunden, Zeitaufwand etc., sondern nach den Gebühren entsprechend dem Rechtsanwaltvergütungsgesetz ausgehend von Streitwerten berechnen, sofern nicht eine Honorarvereinbarung geschlossen worden ist.
  • im Fall des Bestehens eines Rechtsschutzversicherungsvertrages und bei Kostenübernahmeerklärung durch die Rechtsschutzversicherung, Fahrtkosten und Abwesenheitsgelder von der Rechtsschutzversicherung meist nicht übernommen werden und diese von ihnen selbst bezahlt werden muss, im Falle der Ablehnung der Kostenübernahme durch die Rechtsschutzversicherung ohnehin die Gerichts– und Anwaltskosten durch Sie selbst getragen werden müssen,
  • im Arbeitsgerichtverfahren des ersten Rechtszuges kein Anspruch der obsiegenden Partei auf Entschädigung wegen Zeitversäumnis und auf Erstattung der Kosten für die Zuziehung eines Prozessbevollmächtigten besteht und man im arbeitsgerichtlichen Verfahren erster Instanz auch selbst auftreten kann oder mich durch einen Verbandsvertreter vertreten lassen kann